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Dana Karcher geb. 1975 in Berlin

  • Systemische Paar- und Familientherapie (2013)

  • verhaltenstherapeutische Suchttherapie M.Sc. (2022)

  • Systemische Sexualtherapie (i.A.)

Praxis für Systemische Therapie –
Trauma · Sexualität · Neurodiversität · Identität

In der Kindheit sind wir in unserer Herkunftsfamilie teilweise massiven Bindungs- und Beziehungsdynamiken ausgesetzt. Im Verlauf unserer eigenen Entwicklung beobachten wir sowohl in der Beziehungsgestaltung zu Anderen als auch an uns selbst Eigenheiten, deren Dynamiken uns erstaunen können. Lange Zeit sind uns die eigenen Kindheitserfahrungen und die Zusammenhänge mit der heutigen Beziehungsgestaltung unklar. Oder wir haben körperliche oder psychische Symptome, die sich nur schwer behandeln lassen. 

Ähnliche Erfahrungen konnte ich in meiner eigenen Entwicklung beobachten und habe mich daher auf die Suche nach den Ursachen gemacht. Ich habe mich mit meiner Herkunftsfamilie intensiv auseinandergesetzt und meine Reise ging schnell zur transgenerationalen Traumatisierung. Die Traumata der Kriegsgeneration von Eltern und Großeltern wirken auf die Erziehung und den Umgang mit den Kindern. Psychische Erkrankungen in der Familie, eine andere gesellschaftliche bzw. politische Einstellung sowie eine „abweichende“ sexuelle Orientierung/Identität mussten im Dritten Reich verborgen oder abgewendet werden. Hinzu kam im Anschluss an die NS-Zeit die Verdrängung von eigenem Schulderleben als Täter oder Mitläufer.

 

Gewalt, sexueller Missbrauch, Kindeswohlgefährdung, emotionale oder körperliche Vernachlässigung sowie Beziehungsabbrüche sind Handlungen von posttraumatisch belasteten Bezugspersonen. Häufig erkranken sie selbst körperlich oder psychisch, entwickeln Suchtverhalten, verstricken ihre Kinder in Beziehungskrisen, verlassen ihre Familien oder begehen Suizid. Solche Erfahrungen haben teilweise massive Auswirkungen auf die Beziehungsfähigkeit der Kinder. 

Traumatisierte Menschen gehen Beziehungen ein, die umso konflikthafter sind, desto traumatisierender die Herkunftsfamilien waren. Traumatisierte Menschen ziehen einander an und inszenieren ihre traumabedingten Störungen in der Partnerschaft. Auch Sexualstörungen sind häufig ein Symptom einer komplexen Traumafolgestörung. Weiterhin kann eine Neigung zu Streit und Beziehungsdramen beobachtet werden. 


Durch eigene biographische Erfahrungen mit diesen Themen und deren Aufarbeitung habe ich meine Behandlungsschwerpunkte gefunden. Seitdem durfte ich viele Menschen dabei begleiten, 

sich mit schwierigen Themen und Prägungen aus ihren Herkunftsfamilien auseinanderzusetzen und Wege zu einem erfüllteren Leben zu entdecken.   

berufliche Eckpunkte

Seit meinem Diplomabschluss in Sozialer Arbeit im Jahr 2007 begleite ich Menschen in psychisch herausfordernden Lebensphasen. Begonnen habe ich an der Charité – Universitätsmedizin Berlin in der Psychiatrie und Institutsambulanz. Es folgten viele Jahre in der Arbeit mit chronisch psychisch erkrankten Erwachsenen, Jugendlichen in suizidalen Krisen sowie in der stationären und ambulanten Suchttherapie.

Besonders geprägt haben mich 16 Jahre in der Entwöhnungstherapie mit den Schwerpunkten Trauma und Sexualität. Weiterhin arbeite ich in der aufsuchenden Familientherapie und begleite Familien mit psychiatrischen Belastungen und in hochstrittigen Trennungssituationen.

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